Der Confed CUP rückt in Brasilien in den Hintergrund

Der Confed CUP rückt in Brasilien in den Hintergrund.

In Brasilien rückt der Confed Cup 2013 für die meisten Brasilianer eher in den Hintergrund, obwohl die brasilianische Nationalmannschaft mit ihrem glücklichen 2:1 Sieg gegen Uruguay in das Finale einziehen darf. Auf zwei brasilianischen Fernsehsendern wurde das Spiel übertragen, auf zwei anderen Fernsehsendern die landesweiten Demonstrationen ausgestrahlt.

Die Großteil der Menschen erkennt, dass die derzeitigen Probleme in Brasilien dringender sind als das Abschneiden Brasiliens bei irgendeinem Fußballpokal. Und die Brasilianer sind Meister im Verdrängen von Problemen. Sowohl im privaten Bereich als auch im öffentlichen. Amanha. Morgen. Jaja, morgen so hoffen die Brasilianer werden sich ihre Probleme in Luft auflösen, aber das ist eben nicht der Fall.

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Der Confed CUP rückt in Brasilien in den Hintergrund.

Zitat der Woche – Cicero


Discum audire quam philosophum malunt.

Man hört lieber den Diskus zu als den Philosphen.

Cicero, De oratore 2, 21

Marcus Tullius Cicero 106 v. Chr. - 43 v. Chr.

Marcus Tullius Cicero
106 v. Chr. – 43 v. Chr.

Mit Diskus ist das Sportgerät gemeint, welches man beim Diskuswerfen verwendet. Eine Sportdisziplin, die man seit den antiken olympischen Spielen verwendet.

Nun stellen Sie sich einmal vor, ein Philosoph (kann natürlich auch eine Philosophin sein) würde ebenfalls im Maracana Stadium in Rio de Janeiro auftreten – hier passen 96000 Zuschauer/Zuhörer rein. Das, was er zu sagen hätte, wäre so wichtig, dass sich die Welt in den nächsten vier Jahren verändern würde. Stellen Sie sich das einmal vor.

Da stellen sich dann mir folgende Fragen:

1.Würde man im Vorfeld ebenfalls so einen aufwendigen Marketingfeldzug betreiben? Würden in sämtlichen Printmedien, Rundfunk- und Fernsehsendern Anzeigen geschaltet und monatelang darüber berichtet.
2.Würde es Fälle der Korruption wie bei der FIFA geben?
3.Würden sich Sponsoren aus der Wirtschaft und Industrie finden?
4.Müsste die Veranstaltung ebenfalls durch Polizei, Flakpanzer und Abfangjäger gesichert werden?
5.Würden die Sportbekleidungshersteller oder sonstige Markenbekleidungsunternehmen den Philosophen einkleiden und ihn Millionen dafür zahlen?
6.Würde der Philosoph Millionen an monatlicher Gage erhalten und zusätzlich mit Luxusartikeln überhäuft werden?
7.Würden Millionen von Frauen das Kreischen anfangen, wenn sie ihn am Flughafen oder Hotel erwarten?
8.Hätte er eine attraktive, aber oftmals einfältige Frau oder Freundin, um die sich die Medien ebenfalls reißen würden?
9.Würden tausende von Menschen rund um die Welt fliegen, um ihn live zu sehen und zu hören. Und wenn ja, welche würden das sein, denn Zuhören kann diesbezüglich sehr anstrengend sein. Man benötigt ja zumindest ein gewisse Grundschulung, um einen Monolog folgen zu können. Stellen Sie sich bitte die Bilder im Fernsehen vor, wenn die halbe Riege der Präsidenten wegdöst oder mit dem Handy spielt, weil sie den Ausführung geistig nicht folgen können oder wollen.
10.Würden tausende von Prostituierten um die halbe Welt düsen, damit die Zuhörer auch nach dem Vortrag unterhalten werden.
11.Würden Millionen von Menschen vor dem Bildschirm hängen und bei dem Vortrag mit fiebern? Ja in wahre Begeisterungsstürme verfallen?
12.Usw. usf.

Die Antwort auf die Fragen dürfte wohl mit NEIN beantwortet werden.
Bei dem zwölften Punkt bin ich mir nicht so sicher.

Don´t come to the World Cup 2014

Don´t come to the World Cup 2014.

Die Massenproteste in Brasilien reißen nicht ab.

Mittlerweile sind es sechs Tage an denen vor allem junge Menschen hier in Sao Paulo auf die Straße gehen. Auslöser war die Fahrpreiserhöhung für die öffentlichen Verkehrsmittel. Die Öffentlichen werden hauptsächlich von Studenten und der „ärmeren“ arbeitenden Bevölkerung benutzt. Und genau diese trifft es wieder einmal am härtesten. Auch wenn der Beförderungspreis nur um 30 centavos (ca. 10 Cent oder 20 Pfennig) angehoben wird, erscheint das auf den ersten Eindruck nicht besonders viel.

In Deutschland würde niemand auf die Straße gehen, weil er 10 Cent mehr zahlen muß.

Aber in Brasilien gibt es einen Mindestlohn, der jährlich gesteigert wird. Aktuell sind es 678 Reais, ca. 233 Euro

Die Rechnung hatte ich schon einmal in einem vorherigen Artikel beschrieben.

Die Fahrpreiserhöhung war nur der Auslöser. Doch unter der aufgewühlten Oberfläche der Bevölkerung schlummerte ein anders Belangen.

Die Korruption in Brasilien.

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Don´t come to the World Cup 2014.

Massenproteste in brasilianischen Großstädten gegen Korruption und WM 2014

Massenproteste in brasilianischen Großstädten gegen Korruption und WM 2014.

Die Fahrpreiserhöhung der öffentlichen Verkehrsmittel (Busse) führe letzte Woche in Sao Paulo an mehreren Tagen zu Massenprotesten, an welchen sich hauptsächlich Studenten beteiligt hatten.
Donnerstag wurden in Sao Paulo 80 verletzte Demonstranten, 10 Journalisten und 12 Polizisten in Krankenhäuser eingeliefert. Die Polizei ging äußerst brutal gegen die Demonstranten vor, aber auch gegen Journalisten, obwohl diese meist leicht als Journalisten zu erkennen sind. Gummigeschosse, Tränengas und Schlagstöcke auf der einen Seite, Molotow-Cocktails und Steine auf der anderen.
Freitag Abend richteten sich die Demonstrationen (in Sao Paulo wurden ca. 6000 Demonstranten am frühen Abend gemeldet) nun nicht mehr nur gegen die Fahrpreiserhöhung, sondern auch gegen die Korruption rund um die Fußball WM 2014 und die Austragung derselbigen.

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Massenproteste in brasilianischen Großstädten gegen Korruption und WM 2014.

Sicherheitshinweise Brasilien – Confed-Cup 2013 in Brasilien – Fußball WM 2014

Sicherheitshinweise Brasilien – Confed-Cup 2013 in Brasilien – Fußball WM 2014.

Der Confed-Cup 2013 (Konföderations-Pokal) ist sozusagen die Generalprobe für die Fußballweltmeisterschaft 2014 in Brasilien.

Um es vorwegzunehmen: Brasilien ist ein wunderschönes Land, die meisten Brasilianer sind freundliche, aufgeschlossene Menschen. Aber es gibt hier leider auch genügend Schattenseiten. Brasilien hat sehr große innenpolitische Probleme. Armut, Arbeitslosigkeit, Drogenkrieg, Inflation, Transportwesen, Korruption, schlechte Gesunheitsversorgung. Probleme die weit über die Problematik in den europäischen Ländern hinausgehen – nehmen wir einmal Osteuropa außen vor.

Brasilien ist kein 1. Welt Land. Behalten Sie das bitte immer im Hinterkopf.

Themen

1. Einreise nach Brasilien
2. Flughafen – Taxi – öffentliche Verkehrsmittel – Geldwechsel
3. Im Hotel
4. Auf der Straße
5. Überfall – Straßenraub
6. Drogen
7. Favelas
8. Prostitution
8. Pädophilie
9. Fußball
10.Abreise

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Sicherheitshinweise Brasilien – Confed-Cup 2013 in Brasilien – Fußball WM 2014.