Thailändischer Bath immer teuerer

Der Thailandische Bath wird gegenüber dem Euro und dem US$ immer stärker. Kein Problem denken Sie?. Ich mach ja keinen Urlaub in Thailand.

Aber das dies auch Auswirkungen auf die Verkaufspreise von Computern und anderer Kleinelektronik hat, würde man nicht denken. Thailand steht an zweiter Stelle weltweit bei der Festplattenproduktion. Einer starker Thai Bath läßt die Preise in die Höhe schnellen. Dadurch werden in absehbarer Zeit auch die Computer und Notebooks teuerer. Natürlich auch die Preise von Festplatten werden steigen.

Tagesaktuell steht der Thailändische Bath auf 1 Euro : 37,24 Thai Bath. Tendenz fallend. Also mehr Euro  für weniger Thai Bath.

Vorbei die Höchststände von Ende 2005 und Mitte 2008, wo man für einen Euro über 50 Thai Bath erhalten hat.

Die Preise in Thailand sind in den letzten Jahren auch nicht großartig gefallen, sondern wie in jedem Land leicht gestiegen.

Dies wird sicher auch Auswirkungen auf die Tourismusindustrie in Thailand haben, die ja einen wichtigen Faktor für Thailand darstellt. Die Preise waren in der Vergangenheit mehr als günstig für europäische und amerikanische Touristen. Doch jetzt wird man es schon spüren.

Eine einfache Pension für 500 Bath ist Ende 2005 mit 9,6 Euro zu Buche geschlagen, heute, wenn die Pension noch denselben Preis in Bath hätte – was wahrscheinlich nicht der Fall ist, zahlt man 13,4 Euro. Und das merkt man schon.

Bei einem guten Hotel können sie das ganze mal vier rechnen. Die Zeiten sind vorbei, um wie eine Made im Speck zu leben.

Um es noch deutlicher zu machen. 20000 Bath 2005 waren 384,6 Euro wert, heute sind es 537,6 Euro.

Etwas günstiger sieht es für den Touristen in Malaysia aus. Zumindest vom Wechselkurs. Thai Bath und Malaysischer Ringgit stehen meist im Verhältnis 10 zu 1.  Aktuell steht der Ringgit auf 3,94 für einen Euro (19.04.2013). Jedoch sind die Preise in Malaysia sowohl für Hotels als auch für Verpflegung wesentlich höher als in Thailand. Die Malaien verbringen nicht umsonst häufig ihren Urlaub in Thailand. Malaysia wird auch aufgrund der Preise als die Schweiz Asiens bezeichnet. Natürlich aber auch wegen seiner Infrastruktur und Sauberkeit.

National Denkmal in Kuala Lumpur, Malaysia

National Denkmal in Kuala Lumpur, Malaysia

Die Zeiten sind erstmal vorbei, günstig in Thailand Urlaub zu machen, was sehr schade ist. Den Thailand ist wirklich eines der schönsten Reiseländer dieser Erde in dem ich mich wirklich sicher und wohl gefühlt habe, auch wenn nicht alles Gold ist, was da so glänzt.

Reisetechnisch dürfte vielleicht noch am ehesten Indonesien möglich sein. Zumindest von den Preisen und dem aktuellen Wechselkurs der indonesischen Rupiah. Bali und seine nahegelegenen Inseln laden zum Erholen ein, sofern man sich dort auskennt und auf die dortigen Touristenhochburgen verzichtet.

Die hinduistische Gottheit Ganesha und "Herr der Hindernisse". Steinbildhauerei auf Bali hat eine hohe Kunstform erreicht.

Die hinduistische Gottheit Ganesha und „Herr der Hindernisse“. Steinbildhauerei auf Bali hat eine hohe Kunstform erreicht. Vielleicht kann er die Hindernisse eines hohen Wechselkurses beseitigen.

Der Wechselkurs des Philippinischen Pessos zum Euro steht ebenfalls nicht so gut da, aber noch günstiger als der Thai Bath.

Ein Ausweichmöglichkeit könnte vom Wechselkurs her vielleicht das touristisch aufstrebende, aber noch weit unberührtere Vietnam sein. Hier steht der vietnamische Dong recht gur für den europäischen Touristen.

Wie man sich entscheidet, ist natürlich sehr indiviuelle. Schade ist, dass Thailand erstmal für einen längeren  Aufenthalt gestrichen ist. Leider.

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Schöne Reiseerinnerungen sind nicht immer etwas Schönes

Geht es ihnen manchmal auch so, dass sie vielleicht genügend Zeit haben und ihre Gedanken an Orte vergangener Reisen schweifen lassen? Die Reise war wunderbar. Die Natur, das Meer, die Menschen, das Essen, die Ruhe, die Orte werden sie niemals in ihrem Leben vergessen.

Meinen gesamten Artikel lesen sie in meinem Reiseblog unter folgenden Link:

Schöne Reiseerinnerungen sind nicht immer etwas Schönes.

11. September 2001 in Kuala Lumpur

Wie ich den 11. September erlebte.

Ein Fernreise ist etwas wunderbares Und wenn man seine Liebste wiedersieht, ist es noch tausendmal schöner.

Der jährliche Urlaub war aufgespart worden, um einen ganzen Monat in Malaysia zu verbringen. Zum größten Teil in der Hauptstadt Kuala Lumpur.

Ein Schatten sollte sich jedoch auf diesen Besuch legen. Kein selbst verschuldeter Schatten, sondern eine Tragödie internationalen Ausmaßes, welche vielleicht als ein Höhepunkt der Auseinandersetzungen fundamentaler Auffassungen des Lebens und des Lebensstills darstellt. Das Ende dieser Auseinandersetzung ist noch lange nicht absehbar und wird meiner Ansicht nicht auf einem diplomatischen Weg hinauslaufen.

Es war kurz vor neun Uhr am Morgen, als das erste Flugzeug in einen der beiden Türme des World Trade Centers krachte. Der Zeitunterschied zu Kuala Lumpur beträgt vierzehn Stunden also schon finsterste Nacht. 23 Uhr. Schlafenszeit. Der nächste Tag sollte im Zentrum von Kuala Lumpur verbracht werden. Auf das Frühstücksfernsehen kann man gerne im Ausland verzichten. Die Neugierde auf das pulsierende Leben in einer asiatischen Millionenstadt überlagete den Drang, Nachrichten aus aller Welt zu hören und zu sehen.

Irgendwie verlief die tägliche Rushhour in Bus und Bahn an diesem 12. September weitaus ruhiger als die Tage vorher. In den USA war immer noch nicht das Kalenderblatt des 11. September abgerissen und hier in Malaysia war bereits der 12. Meine inneren Antennen waren damals noch nicht so fein justiert, wie sie es vielleicht heute sind. Ich nahm diese relative Ruhe nicht wahr. Die Vorfreude auf neue Entdeckungen, an das Beobachten des alltäglichen Lebens in Kuala Lumpur blockierte den analytischen Verstand.

Mittlerweile ging die Schreckensmeldung der Terroranschläge um die ganze Welt. Es war offensichtlich, dass es sich hierbei nicht um einen Flugzeugabsturz handelte, sondern um das bewusste Vernichten von menschlichen Leben. Der Hass und der Terror hatte die USA erreicht. Nicht mehr nur ihre Botschaften oder militärischen Einheiten, nicht mehr nur die amerikanischen Touristen waren das Ziel islamistischer Terroristen, sondern es ging nun an die Substanz auf us-amerikanischen Staatsgebiet.

Die Innenstadt Kuala Lumpurs, die ansonsten um die Mittagszeit von Menschenmassen aus allen Nähten platzt, war heute erstaunlich ausgedünnt. Noch immer wußte weder meine damalige Freundin noch ich, warum dem so war. Die Einkaufszentren und Geschäfte waren nicht menschenleer, aber die Besucher waren zahlenmäßig gegenüber den Verkäufern und Ladenbesitzern in der Unterzahl.

Für mich war es zu der damaligen Zeit eher als positiv bewertet worden. Weder überfüllte Einkaufszentren, noch Menschenmassen sind wünschenswerte Zustände. Erst als wir beide nach dem Mittagessen wieder auf die Straße traten, nahm ich an einem Elektronikfachgeschäft einige Malaien und Chinesen wahr, die in das überdimensionale Schaufenster starrten. Ruhe. Kein Wort. Unglaube auf den eingefrorenen Gesichtern. Die Fernseher im Schaufenster interessierten mich nicht. Eine kleine Gruppe jugendlicher Chinesen stand unentschlossen am Ende des Schaufensters. Einige wollten gehen, nicht überhastet, eher wie in Zeitlupe sich bewegend, andere gingen näher an das Schaufenster, um sich gleich wieder von ihm zu entfernen. Kein aufgeregtes Gegacker, wie man es von jungen Mädchen kennt, keine sich in Pose werfenden Jungs. Eine irgendwie unwirkliche Situation der Verwirrtheit, der Unschlüssigkeit, des Nicht-wahrhaben-wollens.

Der Straßenverkehr hielt sich auch in Grenzen, deswegen leisteten wir uns beide ein Taxi zu ihrem Apartment. Auf der Fahrt unterhielt sich der Taxifahrer mit meiner Freundin auf malaiisch. Ich verstand natürlich kein Wort. Die sofortige Übersetzung ins Englische lies mich jedoch nur ungläubig nachfragen, ob sie den Taxifahrer richtig verstanden habe. „Ja“, sagte sie,“ in den USA sind Verkehrsflugzeuge durch islamische Terroristen zum Absturz gebracht worden. In New York sind zwei Passagiermaschinen in die World Trade Center gesteuert worden.“ Man mag sich im nachhinein über den amerikanischen Präsidenten Georg W. Bush lustig machen, wie er in dem Video vor der Schulklasse sitzt und keinerlei Reaktion zeigt. Eher ein ungläubiges Insich-gekehrtsein, eine innere Ablehnung der Realität. Man mag von Bush halten was man will, aber in diesem Moment der Schreckensnachricht habe ich mich ähnlich verhalten. Meine Sorgen und Änsgte waren sicherlich anders gelagert als seine. Er hatte die Bürde einer Präsidentschaft, ich mußte mich nur in diesem Moment nur um meine Freundin und mich sorgen machen. Sie eine Muslima, wenn auch säkularisiert, keine strenggläubige die auch gern mal einen Wein trank und ich, ein christlicher Europäer. Eine Verbindung die zumindest in Kuala Lumpur toleriert wurde, aber nicht gern gesehen. Ca. 60 Prozent der malaiischen Bevölkerung sind Malaien und zum Großteil Moslems, dann noch ca. 27 % Chinesen und 8 Prozent Inder. Die Spannungen zwischen Malaien und Chinesen, die teilweise sehr blutig verliefen, sind nicht so lange her gewesen.

Und nun ich in einem islamischen Staat, der auch an seiner Nordgrenze zu Thailand mit Fundamentalisten und Terroristen zu kämpfen hat. Malaysia gilt als fremdenfreundlich, aber nicht in allen Regionen. Gedanken schossen mir durch den Kopf. Wie hoch ist meine Sicherheit hier. Das solche Terroranschläge auch Initialzünder für Progrome sein können, hat man ja im Geschichtsunterricht erfahren. Wir beide wollten schnellstmöglich nach Hause, um uns die Nachrichten in englischer Sprache anzusehen.

Es war wahr. Zwei Flugzeuge wurden in die beiden Türme des WTC gesteuert. Die Amateuraufnahmen zeigten die Einschläge immer und immer wieder. Neue Fernsehbilder überschlugen sich. Die Nachrichtensprecher kommentierten die Einstürze. Die Folgen wurden diskutiert.

Für mich war klar, dass es eine Reaktion der USA bedurfte. Das diese Reaktion nicht aus Erdbeertee trinken, zublinzeln und Diskussionsrunden bestehen würde, war offensichtlich. Wie würde diese Situation mich persönlich betreffen. In einem moslemischen Land, der Rückflug mit einer moslemischen Fluggesellschaft mit Zwischenstopp in einem weiteren islamischen Land. Würde es auch solche Zwischenfälle auf der Heimreise geben oder später in Deutschland. Es bedarf ja manchmal in der Geschichte nur eines kleinen Funken, um einen Flächenbrand zu entfachen. Wie würde ich meinen restlichen Urlaub verbringen.

Aus der Gegenwart betrachtet nur lächerliche Ängste. Nichts im Vergleich zu den Schicksalen der Menschen, die diesen 11. September nicht überlebt haben. Nichts im Vergleich mit der Trauer der Hinterbliebenen.

Menschen die in den Tod sprangen, weil sie nicht verbrennen wollten. Menschen, die auf Rettung hofften und diese Rettung sie nicht rechtzeitig erreichte. Die Feuerwehrleute, die Polizisten und Sanitäter, die ihr Leben opferten um das Leben anderer zu retten. Die Passagiere, die den sicheren Tod vor Augen, den Terroristen entgegentraten und die das eine Passagierflugzeug zum Absturz brachten.

Wird man still und denkt über diese einzelnen Situationen nach, kommt als erstes die Trauer, die Hilflosigkeit und dann erst die Wut. Die Wut auf Menschen, die sich durch ihre Handlung außerhalb jedes menschlichen Zusammenlebens gestellt haben. Hier fällt mir immer wieder ein, dass man ja eigentlich über Tote nichts schlechtes sagen sollte. Sie sind ja jetzt tot. Ich kann das nicht akzeptieren. Mörder sind Mörder. Auch nach ihrem Tod. Für die einen sind sie vielleicht Helden. Für mich sind sie Abschaum und Feiglinge.

Es wird langsam Zeit Farbe zu bekennen. Mag die eigene Angst auch noch so groß sein. Irgendwann muss man sich für die eine oder andere Seite entscheiden. Einen Mittelweg wird es nicht geben. Dem Terror muss man entgegentreten. Und sich nicht durch mögliche Konsequenzen einschüchtern lassen. Mit manchen Menschen kann man nicht verhandeln. Menschen, die sich außerhalb der menschlichen Gemeinschaft stellen, sollten auch dementsprechend behandelt werden.

Kindle 3G im außereuropäischen Einsatz

Wer viel unterwegs ist, kann nicht seine Bibliothek in zwei Koffer packen und mit sich rumschleppen.
Reist man viel, gestaltet sich der Einkauf von deutsch- oder englischsprachigen Büchern und Zeitungen/Zeitschriften oftmals als schwierig. Und was mache ich im Urlaub mit meinen Büchern, die ich ausgelesen habe? Verschenke ich sie? Werfe ich sie in den Mülleimer? Oder befördere ich sie wieder im Koffer nach Haus? Gepäck ist bei Flugreisen knapp bemessen und Übergepäck sehr teuer. Deswegen mußte eine andere Lösung gefunden werden.
Eigentlich wollte ich mir kein elektronisches Lesegerät anschaffen. Papier bleibt Papier. Ein Buch in der Hand zuh halten ist schon etwas anderes, als ein Handy/Computer etc.
Deswegen war ich sehr skeptisch.
Aber einen Versuch war es wert.

Die Entscheidung war abhängig von Preis, Gewicht, Leistungsfähigkeit des Akkus und Erreichbarkeit.
Entschieden habe ich mich für den Kindle 3G mit Tastatur.

Bestellung bei amazon.com
So gab ich meine Bestellung in Asien bei Amazon auf. Nicht etwa bei Amazon Deutschland, sondern direkt  in den USA.
Hier bestand ein Preisvorteil durch den damals starken Euro gegenüber dem US Dollar.
Durch den internationalen Versand und den anfallenden Einfuhrzoll blieb letztendlich nicht viel übrig vom Preisvorteil.
Eigentlich kann man als Tourist bei Ausreise diesen Einfuhrzoll abzüglich Bearbeitungsgebühren wieder erhalten, jedoch hat Amazon USA dem Päckchen keine Rechnung beigelegt und bei Übergabe des Päckchen durch die Post fand ebenfalls keine Übergabe einer Zollbestätigung statt.
Der Einfuhrzoll wird sofort durch Amazon bei Bestellung erhoben. Tagesaktuell sind diese Wechselkurse nicht.
Sollte man sich tatsächlich die Mühe machen und viel Zeit haben, dann ist man sicherlich einen Tag damit beschäftigt, den Einfuhrzoll zurückzufordern. Darauf habe ich dann verzichtet.

Ein weiteres Problem stellt dann der Zeitraum der Herstellergarantie da. Sowohl aus den USA bezogene Geräte als auch hier in Deutschland erhalten nur 1 Jahr Herstellergarantie. Wohin sind nun unsere alten zwei Jahre Garantie hin verschwunden. Wahrscheinlich darf man sich hier auch wieder in Brüssel bedanken.

Der Kindle kam mit USB-Ladekabel. Man muss sich also zusätzlich ein USB-Netzteil besorgen, um den Kindle zu laden oder dies in Verbindung mit einen Computer machen.
Menü und Bedienungsanleitung gab es in englisch. Kein Problem also.
Ausgeliefert wird er auch gleich mit dem eigenen Benutzerkonto bei Amazon.

Und hier lagen auch die Vor-und Nachteile des Kindle im außerdeutschen Einsatz.

Vorteile, um Inhalte bei Amazon USA  zu beziehen
Das Angebot bei Amazon USA ist wesentlich größer als das bei Amazon Deutschland. Dies hängt wahrscheinlich mit der deutschen Buchpreisbindung zusammen.

Die Preise sind durch den Wechselkurs Euro/US Dollar günstiger.
Z.B. Die Zeit kostet in den USA 11,99 US-Dollar; in Deutschland 11,99 Euro.

Mittlerweile gibt es viele kostenlose Angebote für die ebooks bei amazon.com.
Es fallen zumindest in Brasilien, keinerlei Gebühren mehr an. Die Bücher werden kostenfrei für den Nutzer an dessen Kindle per 3 G übertragen.
Durch den geschwächten Euro, sind natürlich auch die Preise für den Nutzer von amazon.com gestiegen. Trotzdem immer noch günstiger als bei amazon.de

Nachteile
Nicht alle deutschsprachigen Kindle-Angebote sind über die USA  zu beziehen. Das nervt, gerade bei Büchern.

Lesbarkeit

Die Lesbarkeit bei dem Kindle Gerät empfinde ich als sehr gut. Eigentlich habe ich mit Spiegelungen bei Sonneneinstrahlung gerechnet, dies war aber nicht der Fall.
Das es kein Backlight gibt, um auch bei völliger Dunkelheit lesen zu können war mir von Anfang an klar. Ebenso wie ein Buch aus Papier benötigt der Kindle eine externe Lichquelle. Nicht immer ist die externe Lichtquelle stark genug, um mit Genuss zu lesen. Dies kann jedoch durch die eine andere Schriftgröße am Kindle behoben werden. Ein Klick und schon geht die Schriftgröße von 12 auf 14. Es gibt insgesamt 8 einstellbare Schriftgrößen.

Akkulaufzeit
Die lange Akkulaufzeit fand ich besonders erstaunlich. Da ich oftmals am Tag Zeitung und Bücher lese, hatte ich damit gerechnet, den Kindle schon nach einigen Tagen oder sogar Stunden wieder aufladen zu müssen.
Nein er hielt wirklich über ein Monat durch, danach 3 Wochen, danach wieder über 1 Monat. Natürlich abhängig vom Leseverhalten.

Nachdem ich ihn jetzt über ein Jahr genutzt habe, komme ich zu einem immer noch guten Ergebnis des Akkus. Die lange Laufzeit bleibt beim Akku bis jetzt erhalten. Manchmal kommt es jedoch nach einer Aufladung jedoch vor, dass der Akku innerhalb weniger Tage seinen Geist aufgibt und erneut geladen werden muss. Woran das liegt, kann ich nicht sagen. Danach geht er wieder über Wochen.

In der aktuellen Diskussion in Deutschland über nicht austauschbare Akkus kann nur von Amazon gefordert werden, dass der Hersteller doch bitte ein Gerät entwickeln sollte, dass über einen Akku verfügt, den man dann auch selber austauschen kann. Ich habe kein Interesse daran, dass ich das Gerät nach zwei oder drei Jahren ainschicken muss, um den Akku austauschen zu lassen oder mir ein neues Gerät zu kaufen. Hierzu sollte sich Amazon noch einige Gedanken machen, um die Müllberge der Welt nicht noch weiter mit elektronischen Schrott anwachsen zu lassen.

Verwendung von 3G
3G sollte man nicht dauerhaft eingeschaltet lassen. Nur zum Runterladen verwenden. 3G ist ein Stromfresser.

Erreichbarkeit im Ausland
Und nun zur Erreichbarkeit im außereuropäischen Ausland (Asien, Südamerika).

In folgenden Ländern habe ich die Erreichbarkeit getestet.

Brasilien. China, Indonesien, Kambodscha, Malaysia, Singapore und Thailand.

In den Haupt- und Großstädten ist natürlich der Empfang kein Problem.
3G ist abhängig von der jeweiligen Netzabdeckung.
Im Dschungel, weit entfernt von jeglicher Zivilisation, kann man man natürlich den Empfang nicht voraussetzen.
Doch in allen Ländern Asiens hatte ich auch bei schlechten Wetter guten bis sehr guten Empfang. Die Tages- oder Wochenzeitungen wurden bei eingeschaltetem 3G automatisch pünktlich geliefert

Brasilien stellte hier die Ausnahme da. Aufgrund der mangelhaften Technik der Mobilfunkanbieter kann oftmals am Wochenende (hohes Telefonaufkommen im Funknetz) und bei starken Regenfällen der Empfang vollständig ausfallen. Dies ist natürlich von Ort zu Ort verschieden. Flächendeckender Empfang, selbst in den Ballungsräumen, ist nicht gegeben.

Sie können auch direkt bei Amazon USA nachsehen, an welchen Orten die Erreichbarkeit von 3 G gegeben ist (Karte).

Kartenlink: http://client0.cellmaps.com/viewer.html?cov=1

Wi-fi

Der Kindle 3G kommt ebenfalls mit Wi-fi. Flughäfen, Schnellrestaurants, Kaffeeshops bieten ihren Kunden oftmals kostenloses Wi-fi-Zugang an. So können Sie dann kostenfrei durch den Webbrowser im Internet surfen oder nach neuen Büchern stöbern. Ebenfalls im eigenen oder fremden Netzwerken zu verwenden. Aber erwarten Sie nicht zu viel vom mitgelieferten Webbrowser. Das Laden nimmt wesentlich mehr Zeit in Anspruch als man von einem Computer oder Notebook her gewohnt sind.

Deutsche Bücher im Ausland
Ein Nachteil des Kindle im außerdeutschen Einsatz ist, dass man die deutschsprachigen Gratis-Bücher nicht kostenlos erhält. Sie müssen für den Versand über 3G 2 US-Dollar bezahlen, auch sind die Preise für englischsprachige Bücher höher als in den USA.

Hier bleibt einem nur der Umweg, die Gratisbücher über das Gutenberg-Projekt über Computer auf den Kindle zu laden. Umständlich, aber funktioniert.

Mittlerweile kann man in Brasilien (Stand Aug. 2012) die Gratis-Bücher kostenlos über 3G beziehen. Wie es akutell im asiatischen Raum ist, kann ich nicht sagen.

Mein TIP! Laden Sie Ihre deutschsrpachigen Kindleinhalte vor der Reise auf den Kindle. So sparen Sie Kosten und haben eine größere Auswahl als im Ausland.
Vergleichen Sie aber auch die Preise vorher, den im Ausland kommen Sie billiger an Ihre deutsche Tageszeitung als in Deutschland selber. Sie müssen hier Ihren Kindleaccount von Deutschland in die USA verlegen und direkt von Amazon.com laden. In Asien ist es vorgekommen, dass ich nicht die Buchpreise der deutschsprachigen Amazonseite einsehen konnte. Man erhielt nur den Hinweis, dass das digitale Buch an meinem Ort nicht verfügbar sei.

Tageszeitung und Magazine im Ausland:

Bei Amazon.com haben Sie ein weitaus größeres Angebot an Tageszeitungen und Magazinen als in Deutschland. Leider werden viele englischsprachige Zeitungen und Magazine nicht in Deutschland angeboten.

Sie haben eine 14-tägige Testphase, in welcher Sie die Zeitung kostenlos ausprobieren können. Je nach Erscheinungsart, ob täglich, wöchentlich oder monatlich erhalten Sie eine bis 14 Ausgaben kostenlos. Das Probeabo wird nicht automatisch gekündigt. Das müssen Sie selber online in Ihrem Account tätigen.

Mein Zeitungstip:

Sie wollen eine englischsprachige Tageszeitung: Nehmen Sie die von Reuters. Aktueller Preis (Aug. 2012) 5,49 US-Dollar. Unschlagbar. Jede größere Tageszeitung weltweit bedient sich der Nachrichtenagentur Reuters. Meist werden die Artikel 1 zu 1 übernommen. Die Zeitung kommt mit einigen schwarzweiß Foto. Inhaltlich zum Großteil Nachrichten aus Amerika, aber im Bereich Wirtschaft, Sport international. Ebenfalls ein Auge auf die Geschehnisse in der Welt. Sehr informtativ und sehr günstig.

Tips zum Speichern der Tageszeitung

Magazine und Tageszeitungen werden nach einiger Zeit automatisch und unwiderruflich von Ihrem Kindel gelöscht.

Tageszeitungen nach sieben Tagen. Wollen Sie die Tageszeitungen speichern, müssen Sie dies aktiv bestätigen durch „Keep this issue“. Natürlich können Sie sie später wieder löschen. Ebenso müssen Sie sich per 3G verbinden. Machen Sie dies nicht, sind die Zeitungen und Magazine, obwohl Sie sie bezahlt haben, nach einiger Zeit automatisch gelöscht und nicht mehr abrufbar. Das ist dann mehr als ärgerlich.

Das Gewicht ist beim Transport nicht aufgefallen.

Speicher
Mein Kindle hat 4 GB. Dies empfinde ich als zu wenig. Angeblich kann man damit ca. 3500 Bücher speichern. Da ich selber eine kleine Bibiliothek von ca. 8000 gedruckten Büchern habe, empfinde ich den Speicher als klein. Sicherlich sind 3500 Ebooks viel, jedoch möchte ich auch noch andere Dateien speichern. In der heutigen Zeit kostet Speicher ja fast nichts. Ich sehe das Verhältnis von Speicherkapazität und Preis des Kindle als nicht adäquat an.

Um Ordner für Sachgebiete anzulegen um die Bücher zu ordnen, ist etwas umständlich und kostet Zeit.

Menüführung ist gewöhnungsbedürftig, ebenso zwischen zwei Büchern hin und her zuschalten.

Systemabstürze

Systemabstürze kommen vor. Meist, nachdem man sich mehrere digitale Bücher runtergeladen hat. Oder nachdem man die Bücher in seine Verzeichnisse sortiert.
Der Neustart dauert einige Minuten und die letzten Lesezeichen und Sortierungen gehen verloren.
Der Neutstart dauert ca. 2 Minuten. Danach funktioniert der Kindle wieder einwandfrei. Digitale Bücher werden dadurch nicht gelöscht.

MP3 abspielen
Diese Funktion gibt es auf meinem Kindle auch. Der Player befindet sich in der Testphase. Funktioniert einwandfrei. Man überspielt seine MP3s, welche man hören will auf seinen Kindle.
Doch vorsicht!
Die MP3 werden nur in eine Richtung abgespielt. Man kann leider nicht zwischen den MP3 hin- und herwechseln. Es sind keine Zusatzfunktionen vorhanden. Überlegen Sie sich vorher, in welcher Reihenfolge Sie die Musikstücke anhören wollen. Die Lautstärke lässt sich einfach regulieren. Der Klang ist gut.

Webbrowser
Der Webbrowser ist ebenfalls in der Testphase.
In Asien konnte man ihn gratis benutzen. Wie es aktuell ist, kann ich nicht sagen.
In Brasilien kann er (Aug.2012) nicht benutzt werden.
Natürlich ist alles nur in schwarz-weiß.
Lange Ladezeiten machen die Benutzung nicht zum Vergnügen.

Gratisdownloads
Viele Bücher, sowohl neue als auch ältere Bücher, bei denen die Urheberrechte erloschen sind, können kostenlos heruntergeladen werden.
DOCH VORSICHT:
Manche Gratisangebote sind nicht gratis!!!!!!
Auf der amazon.com wird das Buch mit 0,00 US-Dollar angeboten. Sie klicken auf Kaufen und laden es runter.
Nun ist manchmal Vorsicht geboten. Zwar in den seltensten Fällen, aber trotzdem aufpassen.
Das Buch ist auf ihrem Kindle angekommen.
Amazon stellt ihnen jedoch eine Rechnung in unterschiedlicher Höhe.
Plötzlich fallen z.B. 2,99 US Dollar an.
Warum?
Amazon weißt darauf hin, dass der Autor oder Verlag sein Buch wieder auf ein bezahltes Angebot umgestellt hat.
Es liegt nicht an „Amazon“ selber, sondern an der Technik.
So schnell werden die Angebote umgestellt, dass es dem Kunden nicht mitgeteilt wird.
Aber keine Sorge. Sie können das digitale Buch binnen 7 Tagen bei amazon.com stornieren.
Dauert etwas, bis man den richtigen Link bei amazon.com findet.
Des Buch wird von ihrem Kindle gelöscht, wenn sie innerhalb von sieben Tagen 3G verwenden.
Der Betrag wird wieder ihrer Kreditkarte oder Konto gutgeschrieben.

Mein Tip! Überprüfen Sie Ihre Rechnungen auch bei Gratisdownloads. Reagieren Sie innerhalb von 7 Tagen.

Digitale Bücher nur von Amazon?

Amazon verwendet das digitale mobi-Format. Es können auch PDF-Dateien gelesen werden. Leider sind PDF-Dateien nicht gut lesbar auf dem Kindle und PDF-Dateien haben den Nachteil, dass sie mehr Speicherpltz belegen als mobi-Dateien.

Auch andere Online-Anbieter bieten Bücher digitalen Inhalts. Meist im epud- Format. Epud-Dateien können nicht auf dem Kindle gelesen werden.

Hier bleibt der Umweg, die epud-Dateien in mobi-Dateien zu formatieren. Ebenso kann man es mit den PDF-Dateien machen, soweit sie keine Bilder oder Karten enthalten.

Mein Tip! Es gibt das Programm Calibre. Diese Software können Sie sich kostenlos im Internet runterladen. Hier kann man viele Dokumentformate und digitale Bücher in andere Formate formatieren. Ein Ebook-Betrachter ist ebenfalls integriert.

Calibre ist ein sehr empfehlenswerte Programm.

Nachteile des Kindle:
Geringer Speicherplatz
Hoher Preis
PDF-Dateien schwer lesbar
Keine Farbfotos
Keine zweijährige Garantiezeit
Kein Backlight
Deutschsprachige Graits-Ebooks im Ausland nur gegen Versandkosten, teilweise kostenlos
Eingeschränktes deutschsprachiges Angebot
Hin- und Herwechseln zwischen Amazon.com und Amazon.de
Leider kein MP3-Player mit Zusatzfunktionen

KEIN AKKU, DEN MAN SELBER AUSTAUCHSEN KANN!!!

Vorteile:
Hohe Erreichbarkeit dank 3G
Tastatur
Lesbarkeit
Gewicht
sehr lange Laufzeit
Deutsche Tageszeitungen im Ausland günstiger als in Deutschland
Größeres Angebot  an englischsprachigen Ebooks.
Auch anderssprachige Angebote an Tageszeitungen, die in Deutschland nicht verfügbar sind.
Stand August 2012. Es gibt viele gratis Angbebote von amazon.com. Tagesaktuell. Manche Bücher werden nur einige Stunden gratis angeboten, manche bleiben für einen längeren Zeitraum gratis. Für das Herunterladen via 3G fallen keine Kosten an.
MP3 lassen sich auf den Kindle laden und abspielen.
Webbrowser.

Ingesamt hat sich der Kindle in Asien und Südamerika bezahlt gemacht. Täglich verschiedene Tageszeitungen in verschiedenen Sprachen zu wirklich günstigen Preisen.
Bin mit einigen kleineren Abstrichen, sehr zufrieden.