Auf die inneren Werte kommt es an

Auf was sollte es denn in unserer heutigen Gesellschaft denn sonst ankommen?

Wen würden Sie denn eher vertrauen, den Geschniegelten und Gestriegelten im Anzug und Krawatte? Ich selbst trage ab und zu Anzug und Krawatte, früher sehr gern heute eher ungern. Macht aber auch keinen Spaß bei 30 Grad im Schatten und Klimaanlagen lehne ich grundsätzlich ab. Oder dem Obdachlosen, der sich seit 2 Monaten nicht gewaschen hat, aus welchen Gründen auch immer.

Ebenso sieht man ja in den deutschen Supermärkten immer die äußerlich schönsten. fast DIN genormten Früchte und Gemüsesorten. Optisch hui, innen Pfui. Tomaten, die in ein Hochglanzmagazin passen, aber nicht für Tomatensalat. Sie schmecken nach nichts und riechen nicht einmal mehr nach Tomaten. Oder die Paprika. Und, und und.

Und jedesmal fällt man im Supermarkt darauf herein. Zumindest in Deutschland. Alles schön sortiert und mit besonderem Licht zur Schau gestellt, welches das Obst und Gemüse besonders lecker erscheinen läßt. Betrug, wohin man schaut. Geschmacksbetrug, denn optisch sind ja die Früchte „perfekt“. Zu schön, um wahr zu sein.

Frucht der Passionsblume, besser bekannt als Maracuja. Lat. Passiflora edulis forma flavicarpa. Sieht ziemlich verschrumpelt aus. Würde es in keinen Supermarkt der westlichen Welt schaffen bzw. sehr schnell aus dem Regal fliegen. Aber der äußere Schein trügt. Foto: ruhestoerer100

Frucht der Passionsblume, besser bekannt als Maracuja. Lat. Passiflora edulis forma flavicarpa. Sieht ziemlich verschrumpelt aus. Würde es in keinen Supermarkt der westlichen Welt schaffen bzw. sehr schnell aus dem Regal fliegen. Aber der äußere Schein trügt. Foto: ruhestoerer100

Und gerade in Brasilien legt man mehr Wert auf den Schein als auf das Sein. Schöne Hülle, hohler Kern. Ist nicht immer der Fall, aber zu 90 Prozent, wie überall auf der Welt.

Bei Maracuja aber nicht. Den hier entscheidet nicht das äußere Erscheinungsbild, sondern was die Frucht enthält. Ist die Schale noch hart und glänzt wie ein frisch eingeölter ….. Oberarm, dann ist die Frucht frisch geplückt und im Kern noch nicht ganz reif. Ähnlich einer grünen Banane.
Ist die Hülle bereits verschrumpelt, das Gewicht der gesamten Frucht hat sich ausgiebig reduziert. Dann ist das Fruchtfleich bereit zum Verzehr.

Fruchtfleisch der Maracuja mit seinen Kernen. Maracuja: sprich Marakuscha. Sehr interessant ist, was das Fruchfleisch alles enthält. Ethylacetat, Ethylbutanoat, Hexylbutanoat, Hexylhexanoat oder Ethylhexanoat. Flüchte Ester, die für den Geschmack verantwortlich sind. Klingt eigentlich lebensgefährlich. Ist es aber nicht. Foto: ruhestoerer100

Fruchtfleisch der Maracuja mit seinen Kernen. Maracuja: sprich Marakuscha. Sehr interessant ist, was das Fruchfleisch alles enthält. Ethylacetat, Ethylbutanoat, Hexylbutanoat, Hexylhexanoat oder Ethylhexanoat. Flüchte Ester, die für den Geschmack verantwortlich sind. Klingt eigentlich lebensgefährlich. Ist es aber nicht. Foto: ruhestoerer100

Herstellung von Maracujanektar. Saft darf man nicht sagen, denn man muss das Maracujafruchtfleisch mit Wasser verdünnen, sonst bekommt man es nicht hinunter. Das pürierte Fruchtfleisch ist einfach zu stark im Geschmack und zu sauer.

Das Fruchtfleisch der Maracuja auslöffeln und in den Mixer mit einem Glas Wasser verdünnen. Drei Maracuja (je nach Größe und Geschmack auch mehr) und verdünnt mit Wasser, reichen für ca. 2 Liter Nektar
(Saft).

Püree durch einen Feinsieb drücken. Mit Wasser vedünnen. Ab in die 2 Liter Plastikflache.

Jedesmal die Flasche kräftig durchschütteln, denn das Püree setzt sich gerne in den Flaschenboden ab.

Auf ca. 0,3 Liter Maracujanektar ca. 2 Esslöffel Zucker. Ohne Zucker schmeckt der Saft immer noch sehr sauer.

Und wenn Sie von dem Maracujanektar abhängig werden wollen , dann mixen Sie 1/4 Liter Milch hinzu. Macht süchtig.

Wirkung: Frisch zubereiteter Maracujanektar mach extrem gleichgültig und müde. Mal sehen, wann Marajuca als Droge bezeichnet wird. 2 Gläser vor dem Schlafen gehen wird sie ruhig, tief und fest schlafen lassen. Dann regen Sie sich nicht einmal mehr über den desolaten Zustand der Welt auf.
Da kann man fast jede Schlaftablette sicherlich entsorgen.
Suizid werden Sie wahrscheinlich mit dem Saft nicht machen können, dazu müßten Sie wahrscheinlich einige hundert Liter davon trinken. Ähnlich wie bei der Rum-Trauben-Nuss Schokolade. Um davon betrunkenzu werden, müßten Sie über 250 Tafeln essen. 25 Kilo.

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Inflation in Brasilien

Alles wird teuerer in Brasilien. Die Inflationsrate schnellt derzeit gewaltig nach oben.

Aktuell liegt sie bei 6,59 Prozent. Vergleich USA 1,98% und Deutschland 1,55 %

Einige Historische Zahlen.

Brasilien
November 2008 6,41 %
November 2009 4,17 %
November 2010 5,20 %
November 2011 6,97 %
November 2012 5,45 %

Deutschland
November 2008 1,34 %
November 2009 0,41 %
November 2010 1,52 %
November 2011 2,30 %
November 2012 1,95 %

Highlight in Brasilien war in dem 4 Jahreszeitraum der Oktober 2011 mit 7,31 %

Brasilien

Die Inflationsrate in Brasilien wird von der IBGE berichtet.

Historisch gesehen, von 1980 bis 2013 lag die Infaltionsrate im Durchschnitt bei 409,69 Prozent. Ein Allzeithoch von 6.821,31 Prozent im April 1990 und ein Rekordtief von 1,65 Prozent im Dezember 1998.

In Brasilien sind die wichtigsten Komponenten des Verbraucherpreisindex: Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak (31 Prozent des Gesamtgewichts), Verkehr (15 Prozent), Immobilien (12 Prozent), Gesundheit (11 Prozent), Bekleidung (9 Prozent), Kommunikation (5 Prozent) und Bildung (4 Prozent).

Der nationale Index wird als gewichteter Durchschnitt der regionalen Indizes berechnet. Den größten Anteil an der nationalen Index sind: Sao Paulo (32 Prozent des Gesamtgewichts), Rio de Janeiro (12,5 Prozent), Belo Horizonte (11 Prozent), Porto Alegre (8,4 Prozent) und Curitiba (7,8 Prozent).

Deutschland

Das Statistische Bundesamt meldet die Inflationsrate für Deutschland.

Historisch gesehen, von 1950 bis 2013, gemittelt liegt die Inflationsrate in Deutschland bei 2,50 Prozent. Allzeithoch von 11,40 Prozent im November 1951 und ein Rekordtief von -7,63 Prozent im Februar 1950.

In Deutschland sind die wichtigsten Kategorien in dem Verbraucherpreisindex Wohnung, Wasser, Elektrizität, Gas und andere Brennstoffe (31 Prozent des Gesamtgewichts), Verkehr (13 Prozent), Freizeit (12 Prozent) und Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (10 Prozent). Der Index enthält auch verschiedene Waren und Dienstleistungen (7 Prozent), Bekleidung und Schuhe (5 Prozent) und Gesundheit (4 Prozent). Die restlichen 8 Prozent des Index wird aus Möbel und Hausrat, Kommunikation und Unterkunft und Verpflegung zusammengesetzt.

Ohne weiteres können also die beiden Warenkörbe nicht verglichen werden, den es handelt sich um eine unterschiedliche Gewichtung der Kategorien.

Z.B. Gesundheit: Brasilien 11 Prozent, während die Gesundheit in Deutschland nur mt 4 % zu Buche schlägt.

Jedoch haben diese Warenkörbe immer ein Problem.

Das kann man eigentlich immer an der eigenen Geldbörse feststellen.
Die Preise für Autos und Weißware (Kühlschrank, Gasherd) in Brasilien sind stark gefallen. Die Regierung hat die Mehrwertsteuer auf diese Produkte gesenkt.
Damit einerseits die brasiliansiche Wirtschaft angekurbelt wird und gerade bei Kühlschränken und Gasherden die alten energiefressenden entsorgt werden, bzw. das sich die ärmeren Bevölkerungsschichten einen leisten können.

Die Preise für Nahrungsmittel sind in die Höhe geschnellt.

Zeitraum Juli 2012 bis Februar 2013 Steigerung bei

Huhn: 20 %
Schwein: 15 %
Brötchen: 11 %
Reis: 29 %
(Zahlen leicht nach oben gerundet) Gemeldet in den Fernsehnachrichten in der 1. Aprilwoche 2013

Deswegen ist die Inflationsrate nicht immer aussagekräftig, denn man kauft sich ja nicht mehrmals im Monat einen neuen Kühlschrank, isst aber des öfteren Reis.

Die Preise für eine Reise in die Erdumlaufbahn sind in den letzten Jahren stabil geblieben. Eigentlich sollte man das in den nationalen Warenkörbe  berücksichtigen. Dann könnte man die Inflationsrate auf fast Null senken. Gute Idee, oder? Soviel zu Statistiken und Preisindizes und Warenkörben.

Die Preise für eine Reise in die Erdumlaufbahn sind in den letzten Jahren stabil geblieben. Eigentlich sollte man das in den nationalen Warenkörbe berücksichtigen. Dann könnte man die Inflationsrate auf fast Null senken. Gute Idee, oder? Soviel zu Statistiken und Preisindizes und Warenkörben.


Gefühlt und real sind aber manche Produkte wesentlich teuer geworden. Gerade Gemüse und Früchte verzeichnen derzeit eine Preisexplosion.

Januar 2013 bis April 2013
Tomaten 300 %
Paprika 25 %
Zwiebeln 33 %
Kartoffeln 66 %

Natürlich sind die Preise von Früchten und Gemüse von der Jahreszeit abhängig. Dies ist dabei zu berücksichtigen. Die Qualität der Ware hat teilweise stark nachgelassen. Hier im Nordosten kostet das Kilo Tomaten 4 R$ in Rio de Janeiro werden bis zu 12 R$ veranschlagt.