Zitat der Woche – Cicero


Discum audire quam philosophum malunt.

Man hört lieber den Diskus zu als den Philosphen.

Cicero, De oratore 2, 21

Marcus Tullius Cicero 106 v. Chr. - 43 v. Chr.

Marcus Tullius Cicero
106 v. Chr. – 43 v. Chr.

Mit Diskus ist das Sportgerät gemeint, welches man beim Diskuswerfen verwendet. Eine Sportdisziplin, die man seit den antiken olympischen Spielen verwendet.

Nun stellen Sie sich einmal vor, ein Philosoph (kann natürlich auch eine Philosophin sein) würde ebenfalls im Maracana Stadium in Rio de Janeiro auftreten – hier passen 96000 Zuschauer/Zuhörer rein. Das, was er zu sagen hätte, wäre so wichtig, dass sich die Welt in den nächsten vier Jahren verändern würde. Stellen Sie sich das einmal vor.

Da stellen sich dann mir folgende Fragen:

1.Würde man im Vorfeld ebenfalls so einen aufwendigen Marketingfeldzug betreiben? Würden in sämtlichen Printmedien, Rundfunk- und Fernsehsendern Anzeigen geschaltet und monatelang darüber berichtet.
2.Würde es Fälle der Korruption wie bei der FIFA geben?
3.Würden sich Sponsoren aus der Wirtschaft und Industrie finden?
4.Müsste die Veranstaltung ebenfalls durch Polizei, Flakpanzer und Abfangjäger gesichert werden?
5.Würden die Sportbekleidungshersteller oder sonstige Markenbekleidungsunternehmen den Philosophen einkleiden und ihn Millionen dafür zahlen?
6.Würde der Philosoph Millionen an monatlicher Gage erhalten und zusätzlich mit Luxusartikeln überhäuft werden?
7.Würden Millionen von Frauen das Kreischen anfangen, wenn sie ihn am Flughafen oder Hotel erwarten?
8.Hätte er eine attraktive, aber oftmals einfältige Frau oder Freundin, um die sich die Medien ebenfalls reißen würden?
9.Würden tausende von Menschen rund um die Welt fliegen, um ihn live zu sehen und zu hören. Und wenn ja, welche würden das sein, denn Zuhören kann diesbezüglich sehr anstrengend sein. Man benötigt ja zumindest ein gewisse Grundschulung, um einen Monolog folgen zu können. Stellen Sie sich bitte die Bilder im Fernsehen vor, wenn die halbe Riege der Präsidenten wegdöst oder mit dem Handy spielt, weil sie den Ausführung geistig nicht folgen können oder wollen.
10.Würden tausende von Prostituierten um die halbe Welt düsen, damit die Zuhörer auch nach dem Vortrag unterhalten werden.
11.Würden Millionen von Menschen vor dem Bildschirm hängen und bei dem Vortrag mit fiebern? Ja in wahre Begeisterungsstürme verfallen?
12.Usw. usf.

Die Antwort auf die Fragen dürfte wohl mit NEIN beantwortet werden.
Bei dem zwölften Punkt bin ich mir nicht so sicher.

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Kurze Gedanken über die heutigen Schlagzeilen vom 4. April 2013

Ich lese gerne die Internetausgaben der großen Tageszeitungen. Nicht nur die Tageszeitungen aus Deutschland, sondern rund um die Welt sind sie online verfügbar.

Die heutigen Schlagzeilen stellen wiedermal ein Sammelsurium des weltweiten Chaos dar. Ich brauche gar nicht die gesamten Texte lesen (geht ja auch auf weltonline nicht mehr, denn wenn man kein Abo hat, kann man nur noch 20 Artikel im Monat ohne Bezahlung frei lesen. Ist ja das gute Recht einer Zeitung, Geld zu verdienen. Trotzdem Schade.)

Heute: Die Welt

Natürlich ist die heutige Hauptschlagzeile die Gefahr eines drohenden Krieges auf der koreanischen Halbinsel.

Ein Blick auf die Weltkarte genügt, um zu wissen, dass es sich um einen überregionalen Konflikt handeln könnte. An Nordkorea grenzen neben Südkorea die beiden Supermächte China und Russland. Japan ist auch nicht so weit enfernt.

Der Koreakrieg der vom Juni 1950 bis Juli 1953 tobte, ist weitgehend vergessen, zumindest in Europa. In Korea sicher nicht.

Geschätzt wird, dass dem Koreakrieg ca. drei Millionen – 3.000.000 – Zivilisten zum Opfer fielen.

© Time Inc.

A girl standing in rubble from the Korean Civil war, carrying a baby in a sling on her back. Die Leidtragenden des Koreakrieges. Im wahrsten Sinnen des Wortes. © Time Inc.

Ca. eine Million Soldaten (koreanische, chinesische und amerikanische Soldaten liesen „auf dem Feld der Ehre“ ihr Leben.

Ein Friedensvertrag zwischen Nord- und Südkorea wurde nicht geschlossen.

Am 30. März 2013 erklärte Nordkorea, mit Südkorea im Kriegszustand zu sein.

Am 03. April 2013 wurde von der Militärführung in Pjöngjang ein Angriff mit Atomwaffen auf die USA offiziell genehmigt.

Mal sehen, was unsere Experten von der Konflikt- und Friedensforschung dazu meinen. Ich muss nicht habilitert haben, um zu erkennen, dass es auf dieser Welt einfach Geisteskranke gibt, die einfach keine Ruhe geben.

Der nächste Artikel befaßt sich mit Steueroasen. Offshore-Leaks.

Geheime Geschäfte. Klar sind diese Geschäfte geheim. Reiche bringen natürlich ihr Geld in Sicherheit. Nun gibt es halt einige Fakten dazu. Darunter sollen auch einige hundert Deutsche sein.

Wundert uns das. Habe wir es vorher nicht geahnt? Mit Fakten und Zahlen haben wir es nicht belegen können. Geahnt schon. Zig Zweitwohnsitze rund um die Welt. Nein, wer hätte das gedacht, dass es sich hierbei um zweifelhafte Geschäfte handelt. Wie Schuppen fällt es uns nun von den Augen.

Aber was solls. Mit guten Anwälten bekommen die Damen und Herren der „besseren“ Gesellschäft ja dann mit der Staatsanwaltschaft einvernehmliche Vorschläge unterbreitet, damit sie schlimmsten Falls einige tausend Euro zahlen und ein öffentliches „mea culpa“ abgeben.

Aber wehe ein alte Rentnerin klaut eine Tafel Schokolade im Supermarkt. Die trifft der „starke Arm“ des Gesetzes mit voller Wucht.

Gestörte Orgie. Lithographie von J. A. Koch und B. Genelli.

Das ganze erinnert irgendwie an das in Agonie liegende römische Imperium in seiner Endphase.

Und hier liegt nur einmal wieder eine Spitze des Eisberges vor. Die Gier mancher Menschen ist einfach grenzenlos.

Eine weitere Schlagzeile wiederum über Zypern. Dort sollen Beweise vernichtet worden sein

Wundert das irgendjemanden noch. Schwarzgeld? Jahrelang geahnt, wenn nicht sogar bekannt. Erst wenn es den Bach runtergeht, kommen diese „Beweise“ auf den Tisch.

Frau Merkel macht Urlaub

Soll sie doch machen. Aber uninteressantere Fotos habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Hört auf, uns mit dieser Dame zu langweilen. Tausende Blogger machen interessantere Reisen und bessere Fotos.

Und in Japan wird noch weiter Geld gedruckt.

Die Notenpressen dieser Welt bleiben nicht stehen. Egal ob in Nordamerika, Europa oder Asien.
Ich hätte gerne auch eine Notenpresse bei mir zu Hause. Da müßte ich mir keine Sorgen mehr machen. Aber das darf man ja nicht. Da macht man sich ja strafbar. So kann man halt auf oberster Ebene seine Schulden begleichen.
Für Otto Normalverbraucher illegal und strafbar.

Depardieus Wohnung in einem Wolkenkratzer in Grosny in Flamme aufgegangen

Depardieu ist ja jetzt ein großer Freund von Putin. Steuern in Frankreich zahlen ist ja jetzt megaout. Lieber nach Russland und weniger Steuern zahlen.
Ein Apartment in Grosny. Aha. IN GROSNY????? Was will man mit einer Wohnung in Grosny. Grosny, da war doch irgendwas. Ach ja, die Unruheregion Tschetschenien.
Herr Depardieu mag ein großer Schauspieler gewesen sein, aber hier scheiden sich wohl die Geister.
Mein Anlagetipp für Herrn Depardieu, wenn er nicht weiss wohin mit seinen Millionen: Kabul, Pjöngjang und Damaskus sind auch tolle Orte, wo demnächst Luxuswolkenkratzer entstehen.

Mein Ratschlag an Herrn Depardieu. Lieber weiter durch die Welgeschichte fliegen und in die Flugzeugkabine urinieren.

Mittwochslotto. Ziehung ungültig

Tja jetzt heißt es wohl 6 aus 47. Nicht mal das bekommt das ZDF hin. Was solls.

40 Milliarden Dollar Prozess um Michael Jacksón

Die Familie von Jackson will 40 Milliarden Dollar vom Konzertveranstalter AEG. Nein nicht der deutsche Elektrokonzern (aufgelöst 1996) sondern der Konzertveranstalter aus Los Angeles.

Da sieht man mal, was Singen so einbringt. 40 Milliarden. Haben Haben Haben. GELD. Mehr. Bin ich froh, dass mir die Musik vom Michael nie gefallen hat. Nein, nicht der Erzengel Michael, sondern Herr Michael Jackson, seines Zeichen Barde und Tänzer. Beides mehr schlecht als recht.

Als könnte die Familie nicht von den Tandiemen die nächsten 71 Jahre gut leben. Danke ans Urheberrechtsgesetz. Man sollte es auf 200 Jahre ausweiten, damit auch noch die Ur-Ur-Ur-Urenkel davon gut leben können.

Was würden sie mit 40 Milliarden Dollar machen? Die Welt retten? Dann sind sie, mit verlaub, ein Idiot, äh Entschludigung, ein Gutmensch.

Dem Irrsinn sind keine Grenzen mehr gesetzt.

Es gibt keine Grenzen mehr, Staatsgrenzen ja, aber keine moralischen mehr. Man könnte auch die Gehälter von irgendwelchen Fussballstars hernehmen. Und die menschliche Herde genannt Fans rennt den Sängern und Fussballern in Scharen hinterher. Wie die Lemminge.

Exkurs: Wußten sie, dass es Echte Lemminge, Moorlemminge, Waldlemminge, Halsbandlemminge, Steppenlemminge und Mull-Lemminge gibt. Ich nicht. Na, da haben sie und ich wenigstens durch diesen Artikel noch etwas dazu gelernt. Zwar nicht über die Gier mancher Menschen, aber über Lemminge. Ich habe auch noch den Berglemming vergessen. Wie konnte ich nur.

Wurde beinahe übersehen. Der Berglemming.

Wurde beinahe übersehen. Der Berglemming.

Ziemlich putzig dieser Berglemming und lenkt auch erfolgreich von der 40 Milliarden Klage ab.

Mein Ratschlag: Sucht euch endlich Vorbilder. Menschen die die Welt zum postiven verändern und zwar durch ihr Verhalten, ihre Taten oder ihr Wissen. Und nicht erwachsene Männer, die einer aufgeblasenen Schweinsblase hinterrennen und versuchen diesen „Ball“ in ein rechteckiges Etwas zu treten. Oder Männer, die stundenlang im Kreis fahren, riesigen Lärm und Luftverschmutzung verursachen und nichts zum Wohle dieses Planeten beitragen. Was wäre das für ein Tag, an dem der Literaturnobelpreisträger genau soviele fanatische Fans hätte, wie ein Fußballstar. Oder der Nobelpreisträger für Medizin. Was wäre das für ein Tag.

Obama regt sich über die Epidemie der Waffengewalt auf.

Nun gibt es im Bundesstaat Connecticut das schärfste Waffengesetz für Sturmgewehre. Hmm richtig so. Sturmgewehre gehören einfach nicht in Kinderhände. Schon seltsam, oder?

Aber weiter brav Waffen in alle Teile der Welt exportieren. Man muss aber auch sich leider eingestehen, dass es auf dieser Welt immer wieder Menschen gibt, bei denen freundliches Reden nichts hilft und die nicht mit Wattebäuschen in Schach gehalten werden können. Irgendwie einscheint einem die Welt als großes Irrenhaus und in manchen Ländern sitzen Wahnsinnige an den Schalthebeln.

Der franzöische Premierminister meldet sich im Fernsehen zu Wort

Mein erster Gedanken. Ist schon Zeit für die Neujahrsansprache. Habe ich einige Monate verschlafen. Nein. Das übliche Geplänkel von Politikern.

Die Tschechen sind sauer auf die EU-Fahne

Da hängt nun unverfroren die EU-Fahne neben der tschechischen Fahne auf der Prager Burg. Nun fühlen sich gleich die Tschechen an die Nazis erinnert und befürchten schlimmstes. Recht haben sie. Die böse EU. Natürlich dürfen wieder die Nazis herhalten. Was wäre, wenn Deutschland einfach aus der EU austritt und nichts mehr mit der EU zu tun hat. Keine „teutschen“ Steuergelder, keine „teutschen“ Auflagen an die bankrotten Staaten. Also nichts mehr an der EU „teutsch“. Wer muss dann für die EU herhalten, wenn diese Vergleiche nicht mehr wirksam sind. Wo wäre dann die griechische, zyprische, spanische, portugiesische, italienische Polemik. Die Polemik dieser Staaten würde ebenso bankrott gehen wie das Finanzsystem derselbigen.

Sport lassen wir außen vor. Wie bei jeder Tageszeitung bei mir, fliegt der Sportteil als erstes in den Papierkorb, wo er zurecht hingehört.

British Airways bestellt 18 Dreamliner

Und ich dachte der 1. April wäre vorbei. Der Dreamliner Boeing 787 hat eigentlich Startverbot wegen seiner defekten Batterien. Würden sie eine Auto kaufen, dass nicht auf der Straße fahren darf? Klar, wenn ich ein Scheich wäre schon. Dann würde ich mir auch gleich ein riesiges Anwesen kaufen und mit den nicht zugelassen Fahrezugen darauf hin und her fahren.

Deutsche Bank weißt anscheinend einen Milliardenverlust nicht aus

Nun schaltet sich die Bundesbank ein. Und ein Team fliegt nacht New York. Warum New York? Hat die deutsche Bank nicht ihren Hauptsitz in Frankfurt am Main. Habe ich da was falsch verstanden. Milliardenverslust. Nicht aufregen. Irgendjemand anderes wird das Geld schon haben. Kein Grund zur Sorge. Oder doch. Darf dann der Steuerzahler wieder einspringen? Oder wird er dann zwangsenteignet? Wie wäre es dann wieder mit einer „Bad Bank“? Man könnte ja Aktien herausgeben und jeden Bürger dazu verpflichten, Aktien von dieser „Bad Bank“ zu kaufen. Gibt es eigentlich auch eine „Good Bank“?
Macht nur weiter so mit euerer Globalisierung und wohnt in euren „Gated Communities“.

Interessante Nachrichten gab es jedoch aus der Astrophysik

1. Man hat dunkle Materie gefunden

2. Ein schwarzes Loch scheint einen riesigen Planeten zu verschlingen.

Schwarzes Loch. Im Universum! Nicht zu finden in manchen Staatsaushalten oder Banken.

Schwarzes Loch. Im Universum!. Nicht zu finden in manchen Staatsaushalten oder Banken.

Schwarze Löcher gibt es ja nicht nur in der Astrophysik, sondern auch in den Haushaltskassen. Außerdem scheinen sich auch manche schwarze Löcher bei einigen Banken aufzutun. Man muss also nicht in ein Elektronenteleskop schauen, um schwarze Löcher in einer Entfernung von mehreren millionen Lichtjahren zu finden, sondern kann auch vielleicht nach New York fliegen. Vielleicht findet sich dort ebenfalls ein schwarzes Loch. Schwarze Löcher kann man recht gut in der Astrophysik erklären. Manche real existierenden schwarzen Löcher bei Banken und Staatshaushalten jedoch lassen sich nur schwer erklären. Oft können sich Beteiligte an nichts erinnern.

Eigentlich könnte ich noch weiterschreiben. Vielleicht ein ganzes Buch zu den heutigen Schlafzeilen, äh Schlafzeieln. Aber irgendwie ist die Luft raus. Der Wille ist stark, aber das Fleisch ist schwach.

Morgen gibt es wieder mehr Irrsinn und Wahnsinn aus der ganzen Welt.