Eine Schlagzeile – Eine Antwort – Heute: Verurteilte Norwegerin in Dubai: Erst vergewaltigt, dann ins Gefängnis

Datum: 20.07.1987
Zeitung: Spiegel online

Schlagzeile: Verurteilte Norwegerin in Dubai: Erst vergewaltigt, dann ins Gefängnis.
Antwort: Da hat sie ja noch Glück gehabt, dass sie nur ins Gefängnis mußte und keine Stockschläge erhalten hat oder gleich gesteinigt wurde.

P.S. Demnächst ein polemischer Artikel fürs DUBAI-Bashing
und weil es gleich so schön ist, dann gleich noch einen Artikel über einen Anglizismus: „Bashing“.

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Eine Schlagzeile – Eine Antwort – Heute: Rise in cost of living in Dubai driven by silent inflation

Datum: 01.07.2013
Zeitung: Dubai Chronicle

Schlagzeile: Rise in cost of living in Dubai driven by silent inflation

Antwort: Dann bezahlt halt mit Sandkörnern, denn es liegen ja in den Vereinigten Arabischen Emiraten genügend rum.

Meine Lieblingsanglizismen – Heute: Gated Community

Gated Community – Ein Anglizismus und schon vielleicht deshalb verwerflich.

Übersetzung: Bewachte Wohnanlage. Abgesicherte Wohnanlage.

Die freie Übersetzung: Gefängnis, Hochsicherheitstrakt, mit allen erdenklichen Annehmlichkeiten.

Die Wohlhabenden schotten sich ab von der normalen, durchschnittlichen Bevölkerung. Ein Trend, der nicht so neu ist. Wahrscheinlich eine jahrtausendalte Tradition hat. Seit es menschliche Behausungen gibt bzw. Siedlungen, versuchte der Mensch sich vor verschiendenen Dingen zu schützen. Selbst die Höhlen der menschlichen Vorfahren könnte man vielleicht schon darunter einordnen.

Prähistorische Gated Community. Natürlich belassen. Der Makler zeigt gerade einem Obermotz, welcher seinen Reichtum durch Plünderungen verdient hatte, die Vorzüge einer Wohneinheit gelegen in Galeinreuth, Bayern. Der Kaufpreis pro Qaudratmeter lag damals bei 300 NukNuks. Zum Vergleich: Ein Huhn kostete damals 2 NukNuks, ein Rindvieh ca. 80 NukNuks. Wie unschwer auf der Zeichnung zu erkennen ist, werden noch die Sanitäranlagen fertiggestellt. rechts sieht man noch die Gästewohnung für Gruftis.

Prähistorische Gated Community. Natürlich belassen. Der Makler zeigt gerade einem Obermotz, welcher seinen Reichtum durch Plünderungen verdient hatte, die Vorzüge einer Wohneinheit gelegen in Galeinreuth, Bayern. Der Kaufpreis pro Qaudratmeter lag damals bei 300 NukNuks. Zum Vergleich: Ein Huhn kostete damals 2 NukNuks, ein Rindvieh ca. 80 NukNuks. Wie unschwer auf der Zeichnung zu erkennen ist, werden noch die Sanitäranlagen fertiggestellt. rechts sieht man noch die Gästewohnung für Gruftis.

Man suchte Schutz vor Naturgewalten, Tieren, Wind und Wetter, vielleicht auch vor rivalisierenden Gruppen. Auf dünnbesiedelten Gebieten und so kann man die gesamte Welt vor einigen tausenden Jahren bezeichnen, gab es keine anderen Gründe.

Im Laufe der Jahrtausende bzw. Jahrhunderte vollzog sich dann die Wende dahingehend – auch wenn noch die alten Gefahren bestanden – die eigenen materiellen Werte zu schützen. Siedlungen wurden befestigt, Burgen errichtet und schließlich Stadtmauern hochgezogen. Städte und Burgen boten Schutz. Den eigenen Bewohnern und den vorgelagerten Häusern. Freiliegende Siedlungen oder Gehöfte waren ohne Schutz und auf sich selber gestellt.

Burg Nagoya: Japanische Gated Community vor vierhundert Jahren errichtet. Klasse Foto von Base64 (wikipedia).

Burg Nagoya: Japanische Gated Community vor vierhundert Jahren errichtet. Klasse Foto von Base64 (wikipedia).

Das es Gated Communities nicht nur in Europa oder Nordamerika gab, beweist das obige Foto. Die Gebäude überlebten meist die Eigentümer, aber nicht immer, wie untenstehendes Foto einer Burgruine zeigt.

Ruine der Unterburg Manderscheid. Sowas passiert, wenn man seinen minderjährigen Nachwuchs mal ein Wochenende allein zu Hause läßt, um ein Wellnesswochenende bei Raubüberfallen, Trinkgelagen und Massenvergewaltigungen verbringt. Siehe auch Raubritter. Der Apfel fällt halt nicht weit vom Stamm. Die meisten Raubritter oder andere Vertreter des blaublütigen Adels waren nicht durch ihre Nächstenliebe bekannt. Foto: M. Budde

Ruine der Unterburg Manderscheid. Sowas passiert, wenn man seinen minderjährigen Nachwuchs mal ein Wochenende allein zu Hause läßt, um ein Wellnesswochenende bei Raubüberfallen, Trinkgelagen und Massenvergewaltigungen verbringt. Siehe auch Raubritter. Der Apfel fällt halt nicht weit vom Stamm. Die meisten Raubritter oder andere Vertreter des blaublütigen Adels waren nicht durch ihre Nächstenliebe bekannt. Foto: M. Budde

Andere Gated Communities versuchen die Außenwelt vor der Insassen zu schützen. Siehe auch Gefängnis.

Im Hintergrund sieht man die bekannte Gated Community mit Namen Alcatraz bei San Fransisco. Natürliche Hindernisse schreckten die Insassen ab zu flüchten. Heute kehrt man das ganze um. Und nennt es Dubai. Aber dazu gleich.

Im Hintergrund sieht man die bekannte Gated Community mit Namen Alcatraz bei San Fransisco. Natürliche Hindernisse schreckten die Insassen ab zu flüchten. Heute kehrt man das ganze um. Und nennt es Dubai. Aber dazu gleich.

Interessant ist aber auch, dass die Insassen der verschiedenen Gated Communities schnell von der einen in die andere wechseln können. Und wieder zurück. Nicht alle Reichen haben eine reine Weste, falls sie überhaupt eine Weste tragen, jedenfalls keine Arbeitsweste.

Natürliche Hindernisse, wie Wasser oder Sand (einige hundert Kilometer reichen da schon), schützen dann die Gated Communities der Reichen vor dem Pöbel, mit dem man nur begrenzt zu tun haben will, nämlich als Arbeitssklave oder Kuh zum Melken. Vielleicht noch als Lustobjekt, um sich sexuell abzureagieren.

Jeder kennt die Ritterfilme mit dem Wassergraben vor der Burg. Ähnlich ziehen sich die Besserverdienenden auf Inseln und Halbinseln zurück, um ihr Eigentum und ihr Leben besser zu schützen. Elektrische Zäune, Sicherheitspersonal, Wachhunde, Überwachungskameras.

Selbstschussanlagen und Minenfelder sind bei Privatleuten nicht erlaubt und liegen eher in staatlicher Hand (siehe DDR). In der DDR mußten ja nicht die Bürger vor dem bösen Westen geschützt werden, der sie vielleicht ausrauben würde, sondern sie sollten ja am Weglaufen gehindert werden, also kann man logisch daraus schließen, dass die DDR ein Gefängnis war und Bautzen war das Gefängnis im Gefängnis.

Doch zurück zu den natürlichen Hindernissen. So gibt es in Rio de Janeiro eine Insel, hochbewacht, an der sich die Multimilionäre auf ihren Privatstränden vergnügen können. Zutritt für Durschnittsbürger nur mit persönlicher Einladung oder halt gar nicht. Gibts auch in Florida etc.

Diese Idee der schwer zugänglichen Gated Communities mit natürlichen Hindernissen wurde dann schließlich in einer groß angelegten Marketingstrategie in den Vereinigten Arabischen Emiraten umgesetzt. Das Emirat Dubai, dass eigentlich bis vor einigen Jahrzehnten alles andere als wichtig war, höchstens als kleiner Handelshafen, hat es durch riesigen Medienaufwand geschafft, sich als Gated Community zu profilieren. Ein Rekord jagt den Nächsten (Hochhäuser, Megaprojekte, Pferderennen, Einkaufszentren, etc.). Umgeben von Wüste und Meer, ist diese Gated Community weiträumig abgesichert. Die Bewohner werden per eigener Fluggesellschaft herangekarrt, damit sie ihr wo anders hart erarbeites Geld dort in Luxusartikel umsetzen können. Ja das 5 Plus X Sterne Hotel ist über Monate im voraus ausgebucht. Zig Einkaufszentren fordern zum Geldrauswerfen auf.

Irgendwie erinnert das an den Turmbau zu Babel oder an den Tanz um das Goldene Kalb.

Aber dazu in einem späteren Artikel.

Dubai aus der Luft. Perfekt für eine Gated Community. Meer und Sand. Was will man mehr. Foto: Nasa

Dubai aus der Luft. Perfekt für eine Gated Community. Meer und Sand. Was will man mehr. Foto: Nasa

Und das eine Gated Community in diesem Fall die Burg Böckelheim schnell zu einer anderen Gated Community (Gefängnis) werden kann zeigt der Fall des Kaisers Heinrichs IV. Heinrich IV. wurde von seinem eigenem Sohn, dem späteren Kaiser Heinrich V. zu Weihnachten 1105 auf dieser Burg festgesetzt. Frohe Weihnachten und ein gelungenes Weihnachtsfest.

Kaiser Heinrich V. besucht seinen Vater Heinrich IV. in einer ziemlich kleinen Gated Community. Nichtmal stehend konnte der Vater seinen Sohn empfangen. Die Gefängniszelle war anscheinend ziemlich klein, da Heinrich IV. nur knieend aus dem vergitterten Fenster sehen konnte. Oder war es eine Fehlkonstruktion der Burg, die eigentlich für Zwerge erbaut wurde. Zu allem Unglück zeichnete sich bei Heinrich IV. auch noch der Verlust des Haupthaares an. Die Geschichte hat Heinrich IV. nichts geschenkt. Gang nach Canossa und dann auch noch Haarausfall.

Kaiser Heinrich V. besucht seinen Vater Heinrich IV. in einer ziemlich kleinen Gated Community. Nichtmal stehend konnte der Vater seinen Sohn empfangen. Die Gefängniszelle war anscheinend ziemlich klein, da Heinrich IV. nur knieend aus dem vergitterten Fenster sehen konnte. Oder war es eine Fehlkonstruktion der Burg, die eigentlich für Zwerge erbaut wurde. Zu allem Unglück zeichnete sich bei Heinrich IV. auch noch der Verlust des Haupthaares an. Die Geschichte hat Heinrich IV. nichts geschenkt. Gang nach Canossa und dann auch noch Haarausfall.