Thailändischer Bath immer teuerer

Der Thailandische Bath wird gegenüber dem Euro und dem US$ immer stärker. Kein Problem denken Sie?. Ich mach ja keinen Urlaub in Thailand.

Aber das dies auch Auswirkungen auf die Verkaufspreise von Computern und anderer Kleinelektronik hat, würde man nicht denken. Thailand steht an zweiter Stelle weltweit bei der Festplattenproduktion. Einer starker Thai Bath läßt die Preise in die Höhe schnellen. Dadurch werden in absehbarer Zeit auch die Computer und Notebooks teuerer. Natürlich auch die Preise von Festplatten werden steigen.

Tagesaktuell steht der Thailändische Bath auf 1 Euro : 37,24 Thai Bath. Tendenz fallend. Also mehr Euro  für weniger Thai Bath.

Vorbei die Höchststände von Ende 2005 und Mitte 2008, wo man für einen Euro über 50 Thai Bath erhalten hat.

Die Preise in Thailand sind in den letzten Jahren auch nicht großartig gefallen, sondern wie in jedem Land leicht gestiegen.

Dies wird sicher auch Auswirkungen auf die Tourismusindustrie in Thailand haben, die ja einen wichtigen Faktor für Thailand darstellt. Die Preise waren in der Vergangenheit mehr als günstig für europäische und amerikanische Touristen. Doch jetzt wird man es schon spüren.

Eine einfache Pension für 500 Bath ist Ende 2005 mit 9,6 Euro zu Buche geschlagen, heute, wenn die Pension noch denselben Preis in Bath hätte – was wahrscheinlich nicht der Fall ist, zahlt man 13,4 Euro. Und das merkt man schon.

Bei einem guten Hotel können sie das ganze mal vier rechnen. Die Zeiten sind vorbei, um wie eine Made im Speck zu leben.

Um es noch deutlicher zu machen. 20000 Bath 2005 waren 384,6 Euro wert, heute sind es 537,6 Euro.

Etwas günstiger sieht es für den Touristen in Malaysia aus. Zumindest vom Wechselkurs. Thai Bath und Malaysischer Ringgit stehen meist im Verhältnis 10 zu 1.  Aktuell steht der Ringgit auf 3,94 für einen Euro (19.04.2013). Jedoch sind die Preise in Malaysia sowohl für Hotels als auch für Verpflegung wesentlich höher als in Thailand. Die Malaien verbringen nicht umsonst häufig ihren Urlaub in Thailand. Malaysia wird auch aufgrund der Preise als die Schweiz Asiens bezeichnet. Natürlich aber auch wegen seiner Infrastruktur und Sauberkeit.

National Denkmal in Kuala Lumpur, Malaysia

National Denkmal in Kuala Lumpur, Malaysia

Die Zeiten sind erstmal vorbei, günstig in Thailand Urlaub zu machen, was sehr schade ist. Den Thailand ist wirklich eines der schönsten Reiseländer dieser Erde in dem ich mich wirklich sicher und wohl gefühlt habe, auch wenn nicht alles Gold ist, was da so glänzt.

Reisetechnisch dürfte vielleicht noch am ehesten Indonesien möglich sein. Zumindest von den Preisen und dem aktuellen Wechselkurs der indonesischen Rupiah. Bali und seine nahegelegenen Inseln laden zum Erholen ein, sofern man sich dort auskennt und auf die dortigen Touristenhochburgen verzichtet.

Die hinduistische Gottheit Ganesha und "Herr der Hindernisse". Steinbildhauerei auf Bali hat eine hohe Kunstform erreicht.

Die hinduistische Gottheit Ganesha und „Herr der Hindernisse“. Steinbildhauerei auf Bali hat eine hohe Kunstform erreicht. Vielleicht kann er die Hindernisse eines hohen Wechselkurses beseitigen.

Der Wechselkurs des Philippinischen Pessos zum Euro steht ebenfalls nicht so gut da, aber noch günstiger als der Thai Bath.

Ein Ausweichmöglichkeit könnte vom Wechselkurs her vielleicht das touristisch aufstrebende, aber noch weit unberührtere Vietnam sein. Hier steht der vietnamische Dong recht gur für den europäischen Touristen.

Wie man sich entscheidet, ist natürlich sehr indiviuelle. Schade ist, dass Thailand erstmal für einen längeren  Aufenthalt gestrichen ist. Leider.

Bangkok wird bis 2020 überflutet werden, besuchen Sie es, solange es noch steht!

Land unter. Es bleibt nicht mehr viel Zeit für Bangkok, den der Boden auf dem Bangkok steht, senkt sich unaufhaltsam. Dann wird eine der schönsten asiatischen Millionenstädte vom Meer überflutet oder zumindest Teile davon. Keine Verschwörungstheorie oder wieder eine apokalyptische Vorhersage eines Verwirrten, sondern ein wissenschaftliches Faktum.

Blick auf den Chao Phraya kurz vor der Jahrhundertflut 2011

Blick auf den Chao Phraya vor der Jahrhundertflut 2011

Thaichote, der erste thailändische Erdüberwachungssatellit liefert in einer Langzeitstudie die Daten.

http://www.gistda.or.th/gistda_n/en/index.php?option=com_content&view=article&catid=3:newsflash&id=240:thaichote

Interessant sind auch die vorgeschlagenen Optionen, um auf diese vorhergesagte Katastrophe zu reagieren.

1.Nichts tun.
2.Stadtteile verlagern.
3.Neue Satellitenstädten rund um das bestehende Bangkok entstehen lassen.
4.Das Kanalsystem Bangkoks überarbeiten und sich die Niederlande zum Vorbild nehmen.
5.Dem Meer Land abgewinnen und das Gebiet des Golfs von Thailand schützen.

Die Zeit drängt, den die bisherige Vorhersage, dass dieses Horrorszenario erst im Jahre 2020 eintritt, lässt sich aufgrund der neuesten Daten nicht mehr halten.

Dr Anon Sanitwong Na Ayuttaya, Direktor des GISTDA scheint den nötigen wissenschaftlichen Zynismus mitzubringen, um die Verantwortlichen wachzurütteln. „Nichts tun“ scheint sicherlich nicht eine ernstgemeinte Reaktionsoption des Wissenschaftlers auf die bedrohliche Situation zu sein.

Meinen Respekt hierfür.

Jahrhundertflut 2011

Die sogenannte „Jahrhundertflut“ im Oktober 2011 war nur ein Vorbote der kommenden Katastrophe. Ich wohnte damals im Jatujak (Chatuchak) Stadtteil. Der Chatuchak Wochenendmarkt dürfte jeden Bangkokbesucher ein Begriff sein. Der alte Flughafen Donmuang Airport war ca. einen Kilometer entfernt und bereits uberflutet. Jeden Tag rückte die Flut immer näher. Die Supermärkte hatten Sandsäcke vor ihre Eingangstüren gelegt. Die BTS Station Mo Chit war gesperrt, den das U-Bahnsystem war überflutet oder stand kurz davor. Gemüse und das Lebensmittelangebot nahm innerhalb von Tagen ab. Trinkwasser in Flaschen war ausverkauft. Teilweise, weil es in die überfluteten nördlichen Gebiete als Hilfe geschickt wurde, teilweise weil die Bewohner bereits mit Hamsterkäufen begonnen hatten. Auch die nichtalkoholischen Erfrischungsgetränke wurden knapp. Manche Bangkokbesucher haben sicherlich kein Problem sich tagelang von Bier oder Whisky zu ernähren. Ich jedoch hatte ein Problem.

Die Lage schien bedrohlich zu werden. Der Rückflug war bereits Monate vor der Flut für Ende Oktober 2011 gebucht. Asiatische Festplattenhersteller hatten ihre Produktion eingestellt. Festplatten für Computer wurden in der Folgezeit wesentlich teurer, weil Thailand ein Hauptproduzent für Computerfestplatten ist. Autofabriken japanischer Hersteller mussten schließen. Der finanzielle Verlust war riesig. Tausende von Neuwagen wurden zerstört. Die thailändische Post war damit beschäftigt Carepakete in den Norden zu schaffen. Kurz gesagt Katastrophenzustand. Und ich mittendrin. Noch nie hatte ich etwas ähnliches erlebt. Der Abschied viel mir schwer. Es ist nicht mein Land, aber wer einen Teil seines Herzen in Thailand verloren hat (und das liegt nicht an einer Person, sondern an den Thais im allgemeinen und besonderen), lässt ungern jemanden im Stich.

Beginnt eine Immobilienspekulation?

Eine nicht unberechtigte Frage. Die Fakten sind bekannt. Die Zeit, um Bangkok zu retten schrumpft. Bangkok hat ein riesiges Angebot an Hotels. In allen Preiskategorien findet man Apartments und Häuser. Von einfachen Immobilien, welche für Ausländer nicht geeignet sind bis hin zu Luxusgebäuden. Man sollte im Hinterkopf behalten, das Grundstücke nicht so einfach von Ausländern erworben werden können. Grundsätzlich darf kein Ausländer ein Grundstück kaufen. Es gibt jedoch Ausnahmen, die dieses Gesetz umgehen können. Jedoch ob diese Art des Grundeigentumserwerbes so sauber ist, ist fraglich.
Apartments in Mehrfamilienwohnhäusern oder Wolkenkratzern können bis zu 49 Prozent der Apartments an Ausländer vergeben werden. Mehr nicht. Grundeigentum wird hierdurch nicht übertragen.

Welche Stadtteile von Bangkok durch Absenkung betroffen sein werden und von einer späteren Überflutung heimgesucht werden, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. Der Kauf von Apartments kann sich für Ausländer zu einem russisch Roulette Spiel entwickeln.

Wie sich der Immobilienmarkt in den nächsten Monaten verhält, sollte man beobachten. Seien Sie auf jeden Fall kritisch und vorsichtig!

Irgendwann werde ich wieder nach Bangkok zurückkehren und ich möchte es nicht überflutet vorfinden.

Mein durch Zynismus verdorbener Charakter hätte viele Ideen, wie meine Rückkehr aussehen könnte. Neben der Unterwasserkamera könnte ich ja bereits im Flugzeug meinen Tauchanzug anlegen. Anschließend die Fluggesellschaft verklagen, da ich die lebenswichtige Sauerstoffflasche nicht als Handgepäck in den Passagierraum mitnehmen durfte und und und
Aber meinen Zynismus lasse ich jetzt lieber weg. Ich möchte Bangkok wieder so vorfinden, wie ich es verlassen habe.

P.S.

Nur eins noch:
Lassen Sie sich diesen Satz auf der Zunge zergehen.

“Thaichote” signifying the glory of Thailand.

Stellen Sie sich vor, was in Deutschland los wäre, wenn eine öffentliche Einrichtung solch einen Satz auf ihre Website stellen würde.