Zitat der Woche: Thomas Bernhard

Es ist alles lächerlich,

wenn man an den Tod denkt.

Thomas Bernhard (österreichischer Schriftsteller, 1931 – 1989)

Inschrift einer Grabplatte auf dem Stadtgottesacker Halle/Saale Foto: ruhestoerer100

Inschrift einer Grabplatte auf dem Stadtgottesacker Halle/Saale. Welche Person in diesem Grab ruht, konnte ich nicht identifizieren. Nur die Initialen des Namens BKG. Foto: ruhestoerer100

Diesem Zitat ist nichts mehr hinzuzufügen.

Das Zitat stammt aus der Rede Bernhards anlässlich der Verleihung des österreichischen Förderungspreises für Literatur 1968.

Hier ein kurzer Auszug gefunden bei Wikipedia:

Es ist alles lächerlich, wenn man an den Tod denkt. sagte T.B. in seiner Dankesrede und weiters unter anderem: Der Staat ist ein Gebilde, das fortwährend zum Scheitern, das Volk ein solches, das ununterbrochen zur Infamie und zur Geistesschwäche verurteilt ist.

Ich war mit meinem Text noch nicht zuende gekommen, da war der Minister mit hochrotem Gesicht aufgesprungen […] bedrohte mich, ja, er ging mit vor Wut erhobener Hand auf mich zu, darauf eine abrupte Kehrtwendung und verließ den Saal. So beschreibt T.B. die Reaktion von Unterrichtsminister Theodor Piffl-Percevic bei der Zeremonie am 4. März 1968.

Den Unterrichtsminister kennt heute wahrscheinlich keiner mehr. Thomas Bernhard schon.

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