Meine Lieblingsanglizismen – Heute SHITSTORM

Shitstorm – zu Deutsch Scheißsturm (oder wird es Scheisssturm oder Scheissturm geschrieben)

Kurz zur Definition Anglizismus:
Als Anglizismus bezeichnet man den Einfluss der englischen Sprache auf andere Sprachen.
Um das ganze nicht noch komplizierter zu machen als es ist, heißt es für mich einfach, dass man englische Worte in die deutsche Sprache übernimmt.

Eine ausführliche Definition von Anglizismus findet man hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Anglizismus

Es geht also darum, dass mittlerweile tausende von englischen/amerikanischen Begriffen in die deutsche Sprache ohne große Nachdenken einverleibt werden. So als wenn man sich hier in Deutschland, Österreich und der Schweiz gar keine Gedanken zur eigenen Sprache macht. Diese Dominanz der angloamerikanischen Sprache ist kein Riegel mehr vorgeschoben. Das es seit Jahrhunderten immer einen Austausch zwischen einzelnen Sprachen gegeben hat, hat sicher auch sein Gutes gehabt. Ich bin kein Germanist, leider. Dann würden sich wahrscheinlich meine Rechtschreib- und Grammatikfehler in grenzen halten.
Ich will auch nicht das völlige Verschwinden von Fremdwörtern in der deutschen Sprache fördern, aber vielleicht würden deutsche Begriffe den Sinn der Anglizismen eher verdeutlichen, um was es sich dabei handelt. Und dann würde vielleicht der eine oder andere erschrocken oder verduzt über sein eben geschriebenes Wort nachdenken.

Heute also der Shitstorm. Frei übersetzt als Scheißsturm. Scheißsturm klingt ziemlich Scheiße äh vulgär. Hier würde sicherlich mancher von diesem Begriff Abstand nehmen.

Nein, kein Scheißsturm, sondern ein Sandsturm in China. Vielleicht sogar ein Scheiß chinesischer Sandsturm.

Nein, kein Scheißsturm, sondern ein Sandsturm in China. Vielleicht sogar ein Scheiß chinesischer Sandsturm.

Also der Scheißsturm ist eine „chaotisch, ungute Situation“ und findet sich wieder im „Flamewar“ (wieder so ein Anglizismus, den man als Flammenkrieg übersetzen könnte und vom Begriff her eher in einen Fantasieroman passt), dieser Flamenkrieg wird in den sozialen Netzwerken ausgetragen. Wie sozial diese Netzwerke sind, steht auf einem anderen Blatt. Vielleicht so sozial wie die SPD oder CSU?

Der Sturm auf dem See Genezareth. 1633. Von Rembrandt. Selbst Jesus mußte sich bereits mit Stürmen herumärgern. Eine Auseinandersetzung mit heutigen sozialen Netzwerken blieben ihm glücklicherweise erspart. Rembrandt konnte wenigstens noch malen und zeichnen, im Gegensatz zu manchen heutigen Künstlern, welchen man gerne den Flamewars und Shitstorms ausliefern möchte.

Der Sturm auf dem See Genezareth. 1633. Von Rembrandt. Selbst Jesus mußte sich bereits mit Stürmen herumärgern. Eine Auseinandersetzung mit heutigen sozialen Netzwerken blieben ihn glücklicherweise erspart. Rembrandt konnte wenigstens noch malen und zeichnen, im Gegensatz zu manchen heutigen Künstlern, welchen man gerne den Flamewars und Shitstorms ausliefern möchte.

Letztendlich geht es in diesen Shitstorms äh Scheißstürmen nur darum, dass man sich im Internet gegenseitig beschimpft und die Meinung des anderen Scheiße findet. Beobachten sie einmal die meisten Internetforen, die ja meist schnell vom Thema abweichen und dann schließlich oftmals in gegenseitigen Beschimpfungen enden.

So sozial scheinen manche Internetnutzer nicht zu sein. Deswegen sind diese sozialen oder meist auch asozialen Netzwerke kritisch zu betrachten.

Im realem Leben würden sich jedenfalls die meisten Menschen anders verhalten. Hoffentlich.

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2 Gedanken zu „Meine Lieblingsanglizismen – Heute SHITSTORM

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